Der korrespondierende Wein – so findet man den richtigen

Der korrespondierende Wein ist unentbehrlich für ein rundum gelungenes erlesenes Mahl. Nur – wie findet man den perfekten Tropfen, der als Begleiter zum Essen besonders geeignet ist? Wer nicht von Hause aus Weinexperte ist, kann sich aus verschiedenen Informationsquellen kundig machen.

Jedes Jahr werden verschiedene Weinführer neu aufgelegt, die über die neuesten Jahrgänge der verschiedenen Anbaugebiete und Rebsorten informieren. Dabei erfährt der Interessierte auch alllerlei Wissenswertes darüber, welcher Wein zu welchem Gericht passt. Niveauvolle Kochbücher mit Anspruch sind ebenfalls gute Ratgeber, um die optimalen Weine zum gehobenen Essen kennenzulernen. Auch im Internet kann der Gourmet mit Genuss stöbern, um die passenden korrespondierenden Weine zu finden.

Je komplizierter das Menü, umso schwieriger die Wahl der zu jedem Gang zu kredenzenden Weine. Bei einem einfachen guten Mahl ist die Sache klar: Ein nicht zu schwerer süffiger Rotwein passt immer zu dunklem Fleich, u.a. Rind, Lamm oder Wild, während helles Fleisch wie Fisch, Schalen- und Krustentiere sowie Geflügel lieber mit leichten Weißweinen einher geht. Entsprechendes gilt für helles Gemüse oder Suppen etwa auf der Basis von Spargel, während sich Pasta oder Salat gut mit einem fruchtigen Roten vertragen.

Welche Weinsorte nun im Einzelfall die idealen Begleiter sind, liegt ein wenig auch am persönlichen Geschmacksempfinden und wie die einzelnen Aromen der jeweiligen Speisen und Weine die Geschmacksnerven ansprechen. Hier darf ruhig auch einmal experimentiert werden. Vielleicht ist der gerade frisch entdeckte Rosé ja doch die Geschmackssensation zum Kürbis-Süppchen? Allzu sehr überlagern sollten korrespondierende Weine die Speisen allerdings nicht, denn dann kommt sowohl der Genuss am Wein als auch am guten Essen zu kurz. Sehr gehaltvolle schwere Spitzenweine sollten besser für sich als eigenes Geschmackserlebnis genossen werden.

Komplizierter wird die Wahl der Weine bei einem kompletten mehrgängigen Menü. Hier kann man zum Beispiel in Weinseminaren oder Kochkursen lernen, welcher Tropfen zu welchem Gang passt. Bei einem siebengängigen Menü kann das den Anfänger schon einmal verwirren. Aber mit etwas Übung bekommen Hobbyköchin und Hobbykoch mit der Zeit das richtige Gespür für den harmonischen Zusammenklang von Wein und Speise. Eines steht in jedem Fall fest: Zu Austern und Kaviar darf in jedem Fall erstklassiger Champagner serviert werden.